Influence of neoadjuvant radiochemotherapy combined with hyperthermia on the quality of life in rectum cancer patients

Schultze, Wust, Gellermann, Hilderbrandt, Riess, Felix und Rau
In: „International Journal of Hyperthermia“, vol. 22(4), pp. 301-318.

Eine aktuelle Studie der Berliner Charité, die Rektumkarzinom-Patienten untersuchte, kam zu folgendem Ergebnis: Der zusätzliche Einsatz von Hyperthermie in Kombination mit Strahlen- und Chemotherapie hat eine positive Wirkung auf die Lebensqualität von Krebspatienten gegenüber denjenigen, die keine Behandlung mit Hyperthermie erhielten.

„Hyperthermie hat sich in der Berliner Charité hervorragend bewährt. Ergebnisse der Studie haben unsere Beobachtungen bestätigt. Hyperthermie-Therapien verlängern nicht nur signifikant die Lebenszeit, sondern erhalten auch über einen langen Zeitraum die Lebensqualität“, so Prof. Dr. Peter Wust, Leiter der Studie und Leitender Oberarzt der Radioonkologie an der Charité.

Hyperthermie ist eine ergänzende Behandlungsmethode, die durch Einsatz von Wärme den Erfolg der klassischen Therapien deutlich steigern kann. Mit Hilfe gezielter elektromagnetischer Energiestrahlung werden die vom Krebs befallenen Bereiche auf 42,5°C erhitzt. Die hohen Temperaturen begünstigen eine verstärkte Durchblutung des Tumors und damit eine signifikant verbesserte Wirkung von Strahlen- und Chemotherapie.

Die Studie wurde mit Hilfe des Gastrointestinal Quality-of-Life-Index (GIQLI) durchgeführt. Dieser Index ist auf seine Reproduzierbarkeit und Genauigkeit im Hinblick auf Messungen der Lebensqualität von Patienten, die an einem bös- oder gutartigen Tumor im Magen-Darm-Trakt leiden, validiert und getestet. Der sog. GIQLI berücksichtigt 41 Parameter: 19 Parameter betreffen die Symptome der Krankheit, fünf das emotionale Befinden, sieben die physikalischen Funktionen, vier das soziale Umfeld und sechs die subjektive Wahrnehmung der medizinischen Behandlung. Von den 137 behandelten Patienten mit fortgeschrittenem Rektumkarzinom erhielten 68 (49,6 Prozent) eine Kombinationsbehandlung aus Bestrahlung, Chemotherapie und Hyperthermie, während wietere 69 Patienten (50,4 Prozent) nur mit Bestrahlung und Chemotherapie behandelt wurden. Die globalen GIQLI-Werte wiesen zu keinem Zeitpunkt signifikante Unterschiede bezüglich der Lebensqualität beider Gruppen auf. Die Lebensqualität von Patienten während einer Krebsbehandlung gewinnt einen immer höheren Stellenwert sowohl für Patienten als auch für Anbieter.

Die Autoren der Studie „Influence of neoadjuvant radiochemotherapy combined with hyperthermia on the quality of life in rectum cancer patients“ sind die Wissenschaftler Schultze, Wust, Gellermann, Hildebrandt, Riess, Felix und Rau von der Charité Universitätsmedizin in Berlin, und die Studie wurde im offiziellen Organ der ESHO European Society for Hyperthermic Oncology, dem IJH International Journal of Hyperthermia, veröffentlicht.

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